Raufasertapete

Raufasertapeten sind heute die bevorzugten Tapeten, da sie sowohl robust als auch pflegeleicht sind.

Die Raufasertapete

Die Raufasertapete wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfunden und zunächst ausschließlich im Geschäftsbereich eingesetzt. Erst die Bauhaus-Bewegung entdeckte sie als robuste Tapete für die Wohnraumgestaltung. Die Raufasertapete ist ungleichmäßig strukturiert und besteht aus drei Papierschichten, in welche Holzfasern eingearbeitet sind. Diese Tapete dient dem Umweltschutz, da bei ihrer Produktion sehr gut Altpapier verwenden lässt. Für ihre Herstellung sind weder Weichmacher noch PVC oder Lösungsmittel erforderlich. Wenn entsprechend geprüfte Farben und Kleister verwendet werden, ist die Raufasertapete gesundheitlich vollkommen unbedenklich und auch für Allergiker geeignet.

Ein besonderer Vorteil der Raufasertapete besteht darin, dass sie bei einer Renovierung nicht zwingend komplett erneuert werden muss, sie lässt sich leicht überstreichen. Viele Menschen bevorzugen eine weiß angestrichene Raufasertapete, grundsätzlich kann sie in jeder Farbe gestrichen werden.

Gegenüber der Textiltapete ist eine Musterung bei einer Raufasertapete nicht üblich, allerdings lassen sich beim Streichen durchaus Muster anbringen. Bevorzugt wird jedoch so gut wie immer das Überstreichen der Tapete in einer einzigen Farbe.
Damit die Raufasertapete leicht abziehbar wird, ist die Verwendung eines speziellen Kleisters zu empfehlen.

Was beim Tapezieren zu beachten ist

Das Tapezieren mit einer Raufasertapete ist in Heimarbeit möglich, bequemer ist die Erteilung eines entsprechenden Auftrages an einen handwerklichen Fachbetrieb. Es ist wichtig, dass die Fenster während des Tapezierens geschlossen bleiben, da die Tapete sonst leicht die Haftung verliert. Flüssigkeiten aufsaugende Untergründe wie Gips oder Beton müssen vorab grundiert werden.

Dafür lässt sich wahlweise Tiefengrund oder Tapetenkleister verwenden, dieser muss vor dem Anbringen der Tapete trocknen. Die Tapeten werden nach dem Zuschneiden und Einkleistern etwa fünf bis zehn Minuten zum Einfeuchten liegen gelassen. Wenn sich Blasen bilden, müssen lediglich größere ausgebürstet werden, da kleinere Blasen nach dem Trocknen ohnehin nicht mehr zu sehen sind. Nach dem Tapezieren müssen die Ecken mit Acryl ausgespritzt werden. Das Überstreichen der Raufasertapete in der gewünschten Farbe kann in Angriff genommen werden, sobald die Tapete getrocknet ist.