Kredit ohne Arbeit mit Bürgen

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Geldinstitute prüfen bei jeder Kreditvergabe, ob der Kunde das Geld wie vereinbart zurückzahlen kann. Selbst wenn sie Kleinkredite ohne Gehaltsnachweis vergeben, erfragen sie das Beschäftigungsverhältnis und das Haushaltseinkommen. Voraussetzung für die Kreditauszahlung ist somit ein regelmäßiges Einkommen, welches üblicherweise durch eine angestellte oder selbständige Berufstätigkeit erzielt wird.

Ein Kredit ohne Arbeit ist grundsätzlich nur bei sicherem Einkommen aus anderen Quellen wie der Rentenversicherung oder beim Stellen ausreichender Sicherheiten möglich. Zu den denkbaren Formen der Kreditabsicherung gehört die Bürgschaft. Ein Kredit ohne Arbeit ist mit einem Bürgen am ehesten möglich, auch wenn nicht jede Bank eine Bürgschaftserklärung als Kreditsicherheit akzeptiert.

Was bedeutet die Bürgschaft für die Beteiligten?

Bei einem Kredit ohne Arbeit, aber mit Bürgen schließt die Bank einen Kreditvertrag mit dem Darlehensnehmer und einen Bürgschaftsvertrag mit dem Kreditbürgen ab. Der dritte Vertrag regelt das Verhältnis zwischen dem Kreditnehmer und dem Bürgen. Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht eigentlich vor, dass Banken eine Kreditbürgschaft erst in Anspruch nehmen dürfen, wenn sie zuvor erfolglos eine Zwangsbetreibung bei ihrem eigentlichen Kunden vorgenommen haben. Es ist jedoch statthaft, die Haftung des Bürgen zu erweitern, indem diese bereits eintritt, wenn der Kreditnehmer eindeutig erkennbar zahlungsunfähig geworden ist.

Von dieser Möglichkeit machen Geldinstitute bei jeder Kreditvergabe mit einem Bürgen Gebrauch. Der Bürge erwirbt seinerseits einen Rückzahlungsanspruch auf den von ihm geleisteten Betrag gegenüber dem Kreditnehmer. Im Falle einer Privatinsolvenz des Darlehenskunden bleibt die Zahlungsverpflichtung aus der Bürgschaft bestehen, während der Bürge seine Ansprüche an den Kreditnehmer nur als Forderung im Insolvenzverfahren anmelden und nach der Erteilung der Restschuldbefreiung nicht mehr durchsetzen kann. Die Rechtsprechung zeigt, dass der Kredit ohne Arbeit und mit einem Bürgen für die Bank keineswegs risikofrei ist.

Vielmehr haben Gerichte wiederholt die Rechtswirksamkeit einer Bürgschaftserklärung verneint, wenn der Bürge emotional mit dem Kreditgeber verbunden und zugleich nicht ausreichend über die Folgen seiner Zustimmung zur Kreditbürgschaft informiert war. Aufgrund der gängigen Rechtsprechung schlagen Geldinstitute zum Teil die gemeinsame Kreditbeantragung als Alternative zu einer Kreditbürgschaft vor, da die besonderen Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und an die Gefahrenkenntnis nur an einen Bürgen und nicht an einen Mitkreditkunden gestellt werden.

Eine Ausnahme gilt, wenn ein Altersrentner den Kredit ohne Arbeit und mit einem Bürgen beantragt und sich die Kreditbürgschaft auf den Todesfall beschränkt. In diesem Fall akzeptieren Gerichte die Bürgschaft grundsätzlich, solange der maximal zu leistende Betrag nicht höher als der zu erwartende Erbanteil des Bürgschaftsgebers ausfällt.

Kreditaufnahme ohne Arbeit und mit Bürgen über ein deutsches Geldinstitut

Inländische Geldinstitute setzen häufig auch bei einem Kredit ohne Arbeit und mit einem Bürgen eine Schufa ohne Negativeintrag voraus. Zumindest darf maximal ein weiches und auf keinen Fall ein hartes Negativmerkmal vorliegen. Der Grund ist, dass sie trotz der Absicherung durch die Bürgschaft eine schlechte Bonität des eigentlichen Kreditnehmers nur in einer Hinsicht und nicht in Bezug auf die bisherige Zuverlässigkeit und zugleich auf das der Rückzahlung dienende sichere Einkommen akzeptieren. Der Bürge muss in jedem Fall über eine hervorragende Schufa-Auskunft und über ein sicheres Einkommen verfügen.

Selbständige und Freiberufler sind trotz der größeren Einkommensschwankungen als Kreditbürgen geeignet, zumal sie im Gegensatz zu Arbeitnehmern nach allgemeinem Verständnis über umfangreiche Kenntnisse in Finanzfragen verfügen und zumindest die Tragweite einer Bürgschaft grundsätzlich einschätzen können. Kreditsuchende beantragen den benötigten Kredit ohne Arbeit und mit einem Bürgen nicht bei der ersten ihnen auffallenden Bank, welche das gewünschte Darlehen anbietet, sondern führen einen Kreditvergleich durch. Ein solcher zeigt, dass auch bei der Kreditvergabe ohne Erwerbsarbeit deutliche Unterschiede in den Zinssätzen der einzelnen Geldinstitute bestehen.

Kreditaufnahme ohne Arbeit und mit Bürgen über eine Schweizer Bank

Die Schufa-Auskunft ist für in der Schweiz beantragte Produkte zwar unwesentlich, da das eidgenössische Geldinstitut keine Bonitätsanfrage in Deutschland stellen kann. Da die schweizerischen Banken als Ersatz für die ihnen nicht zugängliche Schufa-Auskunft deutlich höhere Ansprüche als inländische Geldinstitute an das regelmäßige Einkommen stellen, ist ein Kredit ohne Arbeit nur mit einem Bürgen möglich. Dieser muss die Vorgaben des eidgenössischen Kreditinstituts an das Mindesteinkommen erfüllen.

Zugleich achten Kreditantragsteller darauf, dass nicht jede schweizerische Bank die Kreditvergabe mit einer Bürgschaft durchführt, wenn der eigentliche Antragsteller kein eigenes festes Einkommen erzielt. Der Kreditbetrag beläuft sich bei einem Schweizer Kredit auch mit einem Bürgen auf maximal 5000 Euro, wenn lediglich dieser über ein regelmäßiges Arbeitseinkommen verfügt; die mögliche Erhöhung des Kreditbetrages durch das Stellen eines Bürgen gilt nur, wenn dieser und der Kreditkunde Arbeitseinkünfte erzielen.

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