Wohngemeinschaft

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Eine Wohngemeinschaft besteht aus mehreren Mietern, welche gemeinsam eine Wohnung oder ein Haus bewohnen.

Arten der Wohngemeinschaft

Eine Wohngemeinschaft kann eine reine Zweckgemeinschaft sein, wo jeder Bewohner für sich alleine wirtschaftet und lediglich Gemeinschaftsräume wie die Küche und das Badezimmer miteinander geteilt werden. Eine andere Variante ist die Wohngemeinschaft als Ersatz-Familie, in welcher grundsätzlich gemeinsam gewirtschaftet wird. In der Praxis bilden die meisten Wohngemeinschaften eine Mischform zwischen beiden Extremen aus.

Der Mietvertrag

Der Mietvertrag kann mit einer Wohngemeinschaft als solcher geschlossen werden. Bei diesem Modell erfordert der Auszug eines jeden Mitbewohners den Neuabschluss eines Vertrages oder den Wohnungswechsel aller Bewohner. Diese Folge lässt sich abschwächen, indem das Recht auf den Austausch eines Bewohners ausdrücklich im Mietvertrag festgehalten wird.

Die zweite Variante besteht darin, dass ein Hauptmieter bestimmt wird. Dieser haftet gegenüber dem Vermieter jedoch für die Zahlung der Miete durch jedes Mitglied der Wohngemeinschaft. Wenn der Hauptmieter kündigt, erlischen automatisch die Untermietverträge aller Bewohner. In der Praxis akzeptiert der Vermieter zumeist einen Bewohner als neuen Hauptmieter.

Beim dritten Modell schließt der Vermieter mit jedem Mitglied der WG einen separaten Mietvertrag ab. In diesem Fall entscheidet dieser alleine über jeden neuen Bewohner, sofern ein Mitbestimmungsrecht nicht ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart wurde. Da es wichtig ist, dass die Mitglieder einer Wohngemeinschaft einander verstehen, sollte das Mitspracherecht unbedingt vereinbart werden.

Gegenüber dem Energieversorger kann der Vertragspartner unabhängig von der Gestaltung des Mietvertrags frei gewählt werden, wobei einige Versorger maximal zwei oder drei Vertragspartner zulassen. Sobald ein namentlich genanntes Mitglied der Gemeinschaft auszieht, muss eine Schlussabrechnung mit einem Anschlussvertrag durchgeführt werden. Besonders bei Wohngemeinschaften mit Einzelmietverträgen meldet sich der Vermieter häufig als Vertragspartner beim Energieversorger an, die Kosten werden als Nebenkosten abgerechnet.

Konfliktpotential bei Wohngemeinschaften

Das häufigste Konfliktpotential in Wohngemeinschaften bilden unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf Ordnung und Sauberkeit. Ein Putzplan, der auch festhält, welche Standards einzuhalten sind, kann Abhilfe schaffen.
Über Geld wird sich auch in gemeinsam wirtschaftenden Wohngemeinschaften erstaunlich selten gestritten. Das mögliche Konfliktpotential der Lebensführung lässt sich durch eine geschickte Auswahl der Mitglieder umgehen, wer gerne Partys feiert, fühlt sich in einer eher ruhigen Gemeinschaft nicht wirklich wohl.

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