Kredit trotz Leihfirma

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Leihfirma ist ein eher umgangssprachlicher als offizieller Begriff für ein Zeitarbeitsunternehmen. Die dort beschäftigten Arbeitnehmer sind vollwertige Arbeitskräfte ihres Unternehmens und werden von diesem an unterschiedliche Einsatzstellen ausgeliehen. Der eigentliche Sinn der Beauftragung eines auf die Arbeitnehmerüberlassung spezialisierten Unternehmens besteht in der Deckung kurzfristiger oder nur schwer planbarer Auftragsspitzen.

Des Weiteren übernehmen Mitarbeiter von Leihfirmen häufig Urlaubs- und Krankheitsvertretungen. Zusätzlich zu den weiterhin ausgeübten Tätigkeiten einer auf kurze Zeitabschnitte begrenzten Arbeitnehmerüberlassung bieten Leihfirmen auch längerfristige Tätigkeiten in einem Betrieb an. Hiervon machen vor allem Arbeitgeber Gebrauch, deren eigene Mitarbeiter aufgrund von Betriebsvereinbarungen oder eines Haustarifvertrages umfassende Ansprüche auf Zusatzleistungen oder überdurchschnittlich hohe Lohnansprüche genießen. Obgleich die Anstellung bei einem Zeitarbeitsunternehmen nicht weniger sicher als die direkte Anstellung bei einem Beschäftigungsgeber ist, zahlen einzelne Banken keinen Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber aus.

Die generelle Annahme einer schlechten Bonität der Leiharbeiter ist nicht berechtigt

Die offen auf der Homepage kommunizierten Vergabebedingungen einiger Banken sagen eindeutig aus, dass Kunden einen Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber nicht erhalten. Dieser generelle Ausschluss ist nicht mehr nachvollziehbar, da die früher generell schlechte Bezahlung von Zeitarbeitern nicht mehr besteht. Auch hinsichtlich der Sicherheit eines Arbeitsvertrages unterscheidet sich die Leiharbeit nicht von einem typischen Arbeitgeber. Grundsätzlich tritt nach sechs Monaten Beschäftigungsdauer das Kündigungsschutzgesetz in Kraft. Dieses lässt sich durch befristete Arbeitsverträge während der ersten zwei Jahres des Leiharbeitsverhältnisses umgehen, danach kann die Zeitarbeitsfirma das Arbeitsverhältnis jedoch in jedem Fall nur unter den üblichen strengen Bedingungen beenden.

Die erlaubte zweijährige Befristung neuer Arbeitsverhältnisse stellt keine Besonderheit der Arbeitnehmerüberlassung dar, sondern gilt grundsätzlich für alle neu abgeschlossenen Beschäftigungsverträge. Wer einen Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber sucht, achtet vor der Kreditbeantragung darauf, dass die als Vertragspartner gewählte Bank die Zeitarbeit nicht als generelles Ausschlusskriterium für eine Kreditvergabe ansieht. Die Gefahr eines Ausfalls des Arbeitslohns wegen einer zeitweise Nichtvermittlung besteht nicht, dieses Risiko trägt alleine der auch in diesem Fall zur Lohnzahlung verpflichtete Leiharbeitgeber. Von einer solchen sind zum Teil nicht nur Zeitarbeiter, sondern auch die einen vollkommen typischen Arbeitsplatz bekleidenden Stabsmitarbeiter der Leiharbeitsfirma betroffen.

Bei der Einräumung eines Dispositionskredites machen die meisten Banken keinen Unterschied zwischen einem Leiharbeitsvertrag und einem typischen Beschäftigungsverhältnis. Selbst den gesondert beantragten Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitsstelle ablehnende Geldinstitute räumen den bei einer solchen tätigen Kontokunden in der Regel einen Dispokredit ein, da regelmäßige Zahlungseingänge erfolgen. Das gilt auch bei der Ausstellung einer Kreditkarte, zumal immer mehr Emittenten zunächst nur die Angabe des Monatseinkommens verlangen.

Diese räumen einen Grundbetrag als Verfügungsrahmen ein und fordern Belege zum Arbeitsplatz und zum Einkommen nur an, wenn der Kartenbesitzer von sich aus um die Erhöhung des Kartenlimits nachsucht. Die Nutzung der Teilzahlungsfunktion als Ersatz für einen klassischen Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber ist wegen der damit verbundenen hohen Kosten jedoch nur in Ausnahmefällen ratsam.

Gemeinsame Kreditaufnahme mit einer weiteren Person

Obgleich Zeitarbeiter Anspruch auf den Mindestlohn haben, gehören sie weiterhin zu den am schlechtesten bezahlten Mitarbeitern. Das führt bei hohen Kreditsummen dazu, dass Geldinstitute einen konkreten Kreditantrag über eine hohe Summe ablehnen, obgleich sie grundsätzlich einen Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber auszahlen. Die Ablehnung beruht in diesem Fall darauf, dass die monatliche Kreditrate gemäß der Haushaltsrechnung im Vergleich zum Zeitarbeitslohn zu hoch ausfällt. Eine mögliche Lösung besteht in der Verlängerung der Kreditlaufzeit, da diese zwangsläufig die monatliche Zahlung zur Kredittilgung verringert. Die für die gesamte Laufzeit zu zahlenden Zinsen führen in diesem Fall zu einer ebenfalls zwangsläufigen Erhöhung der Gesamtkreditkosten. Als Alternative bietet sich die gemeinsame Kreditbeantragung mit einer weiteren Person an, so dass die Kreditraten aus zwei Einkommen beglichen werden.

Alternativen zum Bankkredit bei einem Leiharbeitsunternehmen als Arbeitgeber

Über eine Plattform zur Privatkreditvermittlung lässt sich in der Regel erfolgreich ein Kredit trotz einer Leihfirma als Beschäftigungsgeber beantragen, da die dort registrierten Mitglieder soziale Gesichtspunkte bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Hierzu gehört das Wissen, dass einzelne Geschäftsbanken in einem Unternehmen der Arbeitnehmerüberlassung tätige Mitarbeiter generell als Darlehenskunden ausschließen, so dass deren Anfragen auf einer Privatkredit-Plattform bevorzugt gezeichnet werden. Ein weiteres zentrales Entscheidungskriterium stellt bei Krediten von Privatpersonen der angegebene Verwendungszweck dar.

Auch im Handel lässt sich ein Kredit trotz einer Leihfirma als Arbeitgeber ohne Schwierigkeiten aufnehmen. Fast alle Versandhändler räumen bei durchschnittlichen Bestellbeträgen eine Ratenzahlung ohne Nachfrage nach dem Arbeitseinkommen oder dem Beschäftigungsverhältnis ein. Zum Teil führen sie bei der ersten Bestellung eine indirekte Bonitätskontrolle durch, indem sie einen Teilbetrag des Kaufpreises als Anzahlung fordern.

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