Kredit nach Restschuldbefreiung

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Die Restschuldbefreiung schließt das Privatinsolvenzverhalten nach dem Ablauf der Wohlverhaltensweise ab. Sie gilt mit wenigen Ausnahmen wie Schmerzensgeldzahlungen nach absichtlich begangenen Delikten für alle bereits zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverhaltens vorhandene Schulden.

Die Schufa kennzeichnet mit der erteilten Restschuldbefreiung das Negativmerkmal als erledigt und führt die Schuldbefreiung als weiteres Merkmal auf. Beide Daten bleiben drei Jahre lang in einer Schufa-Auskunft enthalten. Nach Auffassung der Schufa sind als erledigt gekennzeichnete Vorgänge ebenso wie die Restschuldbefreiung als neutrale Merkmale einzustufen. Dieser Auffassung schließen sich Kreditinstitute nicht an, sondern bewerten die Restschuldbefreiung ebenso wie das erledigte Privatinsolvenzverfahren als Negativmerkmale. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar, da der Verbraucher tatsächlich nicht alle an ihn gerichtete Forderungen erfüllt hatte. Ein Kredit ist nach der Restschuldbefreiung bei inländischen Banken zunächst nur schwer zu bekommen. Das gilt für die ersten drei Jahre nach dem Abschluss des Verfahrens zur Verbraucherinsolvenz, anschließend wird der Schufa-Eintrag vollständig gelöscht.

Kreditaufnahme bei inländischen Banken nach der Restschuldbefreiung

So gut wie jede inländische Bank vergibt einen Kredit nach der Restschuldbefreiung nur, wenn der Verbraucher das Darlehen gemeinsam mit einem weiteren Antragsteller aufnimmt oder einen Bürgen stellt. Wenige Geldinstitute sind zu einer Ausnahme bei der Kreditvergabe nach der Restschuldbefreiung bereit, falls der Darlehenskunde nachweist, dass die Privatinsolvenz durch ein ungewöhnliches und nicht alleine von ihm zu vertretenes oder zumindest nicht beeinflussbares Ereignis verursacht wurde. Das gilt vor allem bei einer schweren Erkrankung und wenn die Privatinsolvenz eindeutig eine Nebenfolge des beruflichen Scheiterns mit einer selbstständigen Tätigkeit war.

Da die entsprechenden Banken für den Antragsteller aufgrund ihrer geringen Anzahl schwer zu finden sind, beantragen Kunden einen Kredit nach einer Restschuldbefreiung am besten über einen Kreditvermittler. Sie achten darauf, dass sie nicht bereits Vorkosten für die Beauftragung des Dienstleisters, sondern erst bei erfolgreicher Kreditvermittlung eine angemessene Provision zu bezahlen haben. Wenn der Kontoinhaber regelmäßige Zahlungseingänge nachweisen kann, ist ein geringer Dispositionskredit als erste Kreditlinie nach der Restschuldbefreiung bei vielen Banken möglich. Für seine Einräumung darf das Girokonto aber nicht als Pfändungsschutzkonto geführt werden.

Die Kreditaufnahme in der Schweiz nach der Restschuldbefreiung

Da Schweizer Banken vor der Kreditvergabe keine Anfrage bei der deutschen Schufa einreichen, erhalten sie weder vom durchgeführten Privatinsolvenzverfahren noch von der erteilten Restschuldbefreiung Kenntnis. Sie führen zwar eine Bonitätsanfrage bei der mit der Schufa vergleichbaren schweizerischen ZEK durch, diese verfügt aber über keine aus Deutschland stammenden Daten. Aus diesem Grund ist der Schweizer Kredit nach der Restschuldbefreiung leicht erhältlich. Er ist der Höhe nach jedoch je nach Bank auf 3000 oder 5000 Euro beschränkt, wobei die Regelanfrage bei der ZEK die gleichzeitige Beantragung mehrerer Darlehen unmöglich macht. Voraussetzung für den erfolgreichen Kreditantrag nach der Restschuldbefreiung in der Schweiz ist ein ausreichend hohes Arbeitseinkommen, wobei die eidgenössischen Banken Nebeneinkünfte nicht mitberücksichtigen.

Zugleich legen sie ein Höchstalter für die schufafreie Kreditaufnahme fest, welches sich je nach Geldinstitut auf 53 bis 58 Jahre beläuft. Wenn Kreditsuchende nicht alle Bedingungen für einen Schweizer Kredit erfüllen oder mehr als 5000 Euro Kreditbetrag benötigen, ist für eine erfolgreiche Kreditbeantragung das Einreichen der Darlehensanfrage über einen Vermittler erforderlich. Dieser sucht auch außerhalb der Schweiz nach Kreditgebern, so dass die Kreditabwicklung möglicherweise in einer Fremdwährung erfolgt. Auf Schweizer Kredite trifft das nicht zu, da die eidgenössischen Banken mit ihren deutschen Kunden die komplette Abwicklung des schufafreien Kredites nach der Restschuldbefreiung in Euro vornehmen.

Der Privatkredit nach der Restschuldbefreiung

Eine Alternative zu einem Bank-Kredit nach der Restschuldbefreiung stellt das Privatdarlehen dar. Ein solches lässt sich über verschiedene Online-Plattformen zur Privatkreditvermittlung aufnehmen. Private Darlehensgeber zeichnen zu einem großen Teil bereitwillig Anfragen für einen Kredit nach einer Restschuldbefreiung, gerade weil sie wissen, dass Banken den betroffenen Verbrauchern nur ungern ein Darlehen einräumen. Anders als bei überwiegend zweckfrei vergebenen Bankdarlehen für Verbraucher ist bei einem Privatkredit die Angabe des Verwendungszwecks für die Kreditvergabe von Bedeutung. Das liegt daran, dass sich private Kreditgeber weniger an klassischen Bonitätsmerkmalen wie der Schufa-Auskunft, sondern stärker an der geplanten Mittelverwendung orientieren.

Sie möchten nur Projekte fördern, die sie selbst als sinnvoll bewerten. Konsequenterweise erhöht eine möglichst umfassende Schilderung des Kreditgrundes die Bereitschaft der privaten Kreditgeber zu einer positiven Entscheidung. Eine größere Plattform erlaubt Kreditantragstellern auf Wunsch, die Schufa-Daten gegenüber potentiellen Kreditgebern zu verbergen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass private Darlehensgeber einen offenen Umgang mit früheren finanziellen Problemen honorieren und sich durch eine Restschuldbefreiung anders als durch das Verschweigen von Bonitätsdaten nicht von der Kreditzeichnung abhalten lassen.

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