Aktienfonds

Was Aktien und Aktienfonds sind

Rein rechtlich ist unter einer Aktie ein Wertpapier zu verstehen, das als Verbriefung für den Anteil an einem Unternehmen dient. Übersetzt bedeutet dies einfach, dass ein Aktionär mit dem Kauf einer Aktie einen bestimmten Anteil (Zahl der gekauften Aktien/Summe der ausstehenden Aktien) an der Kapitalgesellschaft erwirbt, also zum Miteigentümer des Unternehmens wird.

Als Eigentümer profitiert man dann von der jeweiligen geschäftlichen Entwicklung des Unternehmens, und zwar auf der einen Seite durch etwaige Dividendenzahlungen und auf der anderen Seite durch potentielle Kursgewinne. Personen, die ein Direktinvestment scheuen, haben mit dem Erwerb von Aktienfonds-Anteilen die Möglichkeit, mit einem relativ geringen finanziellen Einsatz in eine Vielzahl von Unternehmen entweder einer Region (Länderfonds), einer Branche (Branchenfonds) und/oder in Unternehmen einer bestimmten Größe (Blue Chips, Mid-Caps und Small-Caps) zu investieren.

Zielgruppe von Aktienfonds

Um mit einer Direktinvestition in einzelne Aktien langfristig erfolgreich sein zu können, bedarf es eines gewissen Verständnisses für Finanzen und die Geschäftsmodelle der jeweiligen Unternehmen. Aktienfonds richten sich vor allem an Personen, die dieses Wissen nicht mitbringen oder aus anderen Gründen ein Direktinvestment scheuen. Aber selbst erfahrenen Anlegern bieten Aktienfonds eine gute Möglichkeit bspw. in aussichtsreiche aber doch intransparente Märkte (Schwellenländer zum Beispiel) zu investieren.

Renditechancen

Aktien sind auf lange Sicht in punkto Rendite per se das beste Investment, haben Aktien in der Vergangenheit doch andere Vermögensklassen wie bspw. Anleihen oder Termingelder klar outperformt. Im Hinblick auf die Performance der aktiv gemanagten Fonds im Vergleich zur jeweiligen Benchmark (Dax oder ähnliche Indexes) können statistisch gesehen nur etwa 30 % der Fondsmanager eine mindestens genauso gute Performance ihrer Fonds vorweisen.

Dies liegt vor allem an der teilweise recht üppigen Gebührenstruktur wie Managementvergütung (bis etwa 3 % des Fondsvolumens) und Ausgabeaufschlag (bis zu 5 %). Alternativ bieten sich passiv gemanagte Fonds an, die ihre jeweilige Benchmark günstig annähernd 1:1 abbilden.