Abschlag

Für den Stromverbrauch sind monatliche Abschläge zu leisten, diese werden mit der Jahresrechnung verrechnet. Der Verbraucher muss entweder eine Nachzahlung leisten oder er erhält Geld zurück. Wenn das Guthaben geringer als der nächste Abschlag ausfällt, bevorzugen viele Versorger eine Verrechnung.

Höhe des Abschlags

Im Idealfall spiegelt der zu zahlende Abschlag den tatsächlichen Verbrauch exakt wider. In Wirklichkeit kann kein Angestellter eines Energieversorgers den Abschlag wirklich realistisch berechnen, da ihm nur selten alle wichtigen Daten erforderlich sind. Nicht selten geben Kunden bei ihrer Anmeldung weder Informationen über die Anzahl der Haushaltsmitglieder noch über die Ausstattung des Haushaltes mit Elektrogeräten an.

Gelegentlich erleben Mitarbeiter an der Hotline, dass sich neue Kunden massiv über die Höhe des Abschlags beschweren, da sie das neue Haus erst später beziehen oder es lediglich als Wochenendhaus nutzen werden. Über den Abschlag kann durchaus verhandelt werden, bei nachvollziehbaren Gründen wird kein Energieversorger eine Senkung ablehnen. Nur müssen diese Gründe bekannt sein. Natürlich darf der Abschlag nicht eigenmächtig gesenkt werden, eine Kontaktaufnahme mit dem Versorger ist unbedingt erforderlich.

Neuberechnung des Abschlags

Wer eine Neuberechnung seines Abschlags vornehmen lassen möchte, obwohl sich weder die Personenzahl noch die Verbrauchsgewohnheiten geändert haben, kann seinen Zähler ablesen. Sinnvoll ist die erneute Berechnung aber nur, wenn dabei ein Zeitraum von mindestens drei Monaten betrachtet wird.

Mehr oder weniger zahlen?

Viele Verbraucher zahlen lieber einen etwas höheren Abschlag, so dass sie bei der Jahresrechnung ein Guthaben erzielt haben, während andere Kunden dann lieber eine Nachzahlung leisten. Die Überzahlungen werden nicht verzinst, bei einer erforderlichen Nachzahlung gewähren nicht alle Versorger eine zinsfreie Ratenzahlung.

Erhöhter Stromverbrauch bei einem Haus

Wer aus einer Wohnung in ein Haus zieht, stellt in der Regel fest, dass sein Abschlag für den Strom steigt. Das ist leicht zu erklären, da der Bewohner eines Hauses Kosten über seine Stromrechnung begleicht, welche in einer Mietwohnung über die Nebenkosten abgerechnet werden. Dazu zählt neben dem Licht für das Treppenhaus und der Außenbeleuchtung auch der Strom für den Betrieb der Heizung. Zusätzlich finden sich in einem Haus in den meisten Fällen mehr elektrische Geräte als in einer kleineren Mietwohnung.