Umgang mit Finanzen: Staatshaushalt gegen Privathaushalt

Bank Vorteile Details Angebot

Haushalt ist Haushalt könnte man meinen, nur dass die Beträge andere sind, mit denen ein Staat hantiert als die mit denen der Privathaushalt rechnet. Aber das Prinzip beim Umgang mit den vorhandenen und nicht vorhandenen Finanzen ist etwa gleich.

Vielleicht lässt sich damit auch erklären, dass mit der Staatsverschuldung auch die Verschuldung der privaten Haushalte wächst.

Fakt ist, sowohl der Staat als auch der Privathaushalt kann nur das Geld ausgeben, was vorher vereinnahmt wurde. Das heißt, wer viel Geld ausgeben will, muss hohe Einnahmen haben. Der Staat steuert seine Einnahmen zum größten Teil über die Steuern. Werden die Steuern erhöht oder neue Steuern erfunden, steigen die Einnahmen und es kann mehr Geld ausgegeben werden.

Der Privathaushalt hat es etwas schwieriger, wenn er seine Einnahmen erhöhen möchte. Grundsätzlich sollte man danach streben, durch hohe Qualifikation eine möglichst gut bezahlte Arbeit zu finden. Weitere Einnahmen kann der Privatmann generieren, wenn er einen Teil seines überschüssigen Geldes gewinnbringend anlegt. Dazu ist es erforderlich, dass mit den vorhandenen Ressourcen sparsam gewirtschaftet wird. Sind größere Anschaffungen vorgesehen muss in der Regel ein Kredit aufgenommen werden. Das ist beim Privathaushalt und beim Staatshaushalt auch gleich, wenn man davon absieht, dass es sich beim Staat um andere Beträge handelt.

Der Privathaushalt sollte sich besser nichts beim Staat abgucken

Leider zeigt die Praxis seit Jahren, dass die Staatskassen, nicht nur in Deutschland, meist leer sind, sodass es nicht einmal möglich ist, mit den ganz normalen Einnahmen die Ausgaben zu decken. Das führt dann zu sogenannten Haushaltslöchern, die mit Krediten gedeckt werden. Oder es muss gespart werden, was dann in der Regel zulasten der Bürger geht.

Beim Privathaushalt ist es nicht anders. Es gibt einige wenige Verbraucher, die führen ihren Privathaushalt wie ein Unternehmen, mit dem Ziel Gewinne zu erwirtschaften. Das ist nur möglich, wenn weitgehend auf das Aufnehmen von Krediten verzichtet wird.

Als Erstes braucht man ein Haushaltsbuch, in dem alle Einnahmen und Ausgaben erfasst werden. Nur dann bekommt man einen Überblick, wie viel Geld am Ende eines Monats überhaupt übrig bleiben könnte und wie der Haushalt gedeckt ist. Dazu ist es grundsätzlich notwendig, dass die Einnahmen die Ausgaben übersteigen müssen.

Wird hingegen über einen längeren Zeitraum immer mehr Geld ausgegeben, als eingenommen wird, führt das am Ende zur privaten Verschuldung, die in der Insolvenz enden kann. Gleiches kann auch mit Staaten passieren, wie wir jetzt während der Eurokrise immer wieder sehen, ist Griechenland das beste Beispiel. Würde es nicht die massiven Hilfen der EU geben, wäre Griechenland schon lange pleite. Natürlich ist auch das wieder nur bildlich zu verstehen, weil es bei Staaten natürlich um andere Dimensionen geht. Aber das Grundprinzip ähnelt sich. So gibt es in Deutschland viele Menschen, die ihren Haushalt im Griff haben und sparsam leben. Es gibt Kommunen, die ihren Haushalt im Griff haben und Kommunen, die auf die Hilfen andere angewiesen sind.

Auch der Staat ist hoch verschuldet, und seit Einführung der sogenannten Schuldenbremse bemüht, die vorhandenen Schulden abzubauen, und keine neuen Schulden aufzunehmen. Ob das wirklich gelingt, bleibt abzuwarten. Es gibt berechtigte Zweifel.

Der Staat ist also kein gutes Beispiel, wenn es um Haushaltsführung geht. Der Staat hat mit seiner Politik auch wesentlich dazu beigetragen, dass die Hemmschwelle bei den privaten Haushalten, einen Kredit oder mehrere aufzunehmen, in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist.

Bank Vorteile Details Angebot