Konsum ankurbeln durch günstige Kredite

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Mit dem niedrigen Leitzins verfolgt die Europäische Zentralbank, kurz EZB, die Absicht, die Wirtschaft in den Euroländern anzukurbeln. Für den Verbraucher ist das ein zweischneidiges Schwert. Wenn sie sparen und Geld anlegen, leiden sie unter den niedrigen Zinsen, und wenn sie Kredite aufnehmen, profitieren sie. Allerdings gibt es mittlerweile Untersuchungen, deren Ergebnis besagt, dass die niedrigen Zinsen für die Verbraucher in Deutschland zum großen Teil negative Folgen haben.

Die historisch niedrigen Zinsen in Euroland sollen es den Unternehmen und privaten Verbrauchern ermöglichen günstig Kredit aufzunehmen. Damit sollen Investitionen gefördert und der Konsum angekurbelt werden. Vonseiten der FMH-Finanzberatung wurde jedoch ermittelt, dass die Verbraucher durch die niedrigen Zinsen eher höhere Kosten haben, wegen der niedrigen Zinsen für Spareinlagen, als dass sie von den niedrigen Zinsen profitieren.

Geld anlegen mit weniger Rendite

Geht es um den Sparbrief, das Tagesgeld oder das Festgeld geben die Banken die niedrigen Zinsen an die Kunden weiter. Um wenigstens eine Verzinsung zu erreichen, die über dem Inflationsausgleich liegt, muss der Verbraucher ganz schön suchen. Tages- und Festgeldvergleich sind unverzichtbar geworden.

Hat die EZB-Zinssenkung das Ziel verfehlt?

Kredite aller Art sollten durch die Zinssenkung für den Verbraucher spürbar günstiger werden, sodass er geneigt ist, Kredit aufzunehmen, um hochwertige Konsumgüter anzuschaffen. Allerdings ist seit Jahr und Tag festzustellen, dass die Banken die niedrigen Zinsen bei der Vergabe von Krediten nicht in der Form an den Verbraucher durchreichen, wie sie es bei der Geldanlage tun. Nach wie vor sind die Dispozinsen im Schnitt bei mehr als 10 Prozent und das zu Zeiten, in denen die Banken sich selbst das Geld zu 0,5 Prozent beschaffen können. Auch bei Ratenkrediten ist eine spürbare Weitergabe der niedrigen Zinsen nicht zu merken. Einzig bei den Bauzinsen ist zu merken, dass die Zeiten günstig sind, um Kredit für eine Baufinanzierung aufzunehmen. Das hat aber auch dazu geführt, dass die Preise auf dem Immobilienmarkt aufgrund der hohen Nachfrage kräftig angezogen haben. Der Verbraucher kauft heute zum günstigen Zins teuer ein und hat am Ende nicht wirklich gespart.

Gute Konjunktur und stabiler Arbeitsmarkt

Zur Steigerung des Konsums trägt die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt wesentlich bei. Noch nie waren so viele Menschen in Beschäftigung wie in diesen Tagen. Die Verbraucher möchten Geld ausgeben, weil die niedrigen Zinsen sie eher vom Sparen abhalten und das niedrige Zinsniveau dazu animiert, hochwertige Konsumgüter gerade jetzt anzuschaffen.

Eine aktuelle Konsumklimastudie des Marktforschungsunternehmens GfK beweist, dass die Kauflaune bei den deutschen Verbrauchern weiterhin ungebrochen ist. Allerdings zeigt sich, dass die Einkommenserwartungen leicht rückläufig sind. Das liegt auch daran, weil für die Waren des täglichen Bedarfs immer mehr Geld ausgegeben werden muss.

Der Konsum bleibt auf hohem Niveau

Im Ergebnis der aktuellen Studie ist festzustellen, dass die deutschen Unternehmen und Verbraucher positiv in die Zukunft schauen. In den Unternehmen steigt die Investitionsfreude, weil die Wirtschaft sich gut erholt. Die steigende Konjunktur bringt wiederum mehr Beschäftigung, was zu Einkommenszuwächsen führt und dem Konsum zugutekommt, weil sparen sich aktuell nicht wirklich lohnt.

Geld ausgeben und nicht anlegen

Preissteigerungen bei Lebensmitteln führen dazu, dass die Verbraucher befürchten, den Gürtel etwas enger schnallen zu müssen. Deshalb ist die gefühlte Inflation auch höher als Tatsächliche. Die aktuelle Zinspolitik der EZB lädt eher dazu ein, Geld auszugeben und sich zu verschulden, als Geld anzulegen und zu vermehren. Sparen und Geldanlegen sind aktuell so unrentabel wie noch nie. Deswegen ist davon auszugehen, dass der Konsum weiter gut laufen wird. Auf absehbare Zeit wird sich, so wie es aussieht, daran auch nichts ändern.

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