Euro behalten & an der Währungsunion festhalten

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Die Politik will den Euro verteidigen, frei nach dem Motto „koste es, was es wolle“. Die Frage ist aber, ob es sich überhaupt lohnt, eine Währung zu verteidigen, der so viele Menschen skeptisch gegenüberstehen? Von den Politikern hört man kaum schlüssige Antworten, obwohl es sie gibt. Die Gründe müssten den Menschen nur plausibel nahe gebracht werden.

Warum haben wird den Euro

Man muss sich nur vorstellen, jedes Bundesland Deutschlands hätte seine eigene Währung, und die Wechselkurse zwischen den Währungen der Länder würden freien Schwankungen unterliegen. Dann müsste jeder Berliner, der nach Bayern reist, sich auf dem Devisenmarkt mit der bajuwarischen Währung eindecken, dafür Gebühren zahlen und beim Rücktausch Verluste in Kauf nehmen.

Alle Lieferanten müssen bei der Lieferung von Produkten das Wechselkursrisiko kalkulieren und sich gegen dieses am Devisenmarkt absichern. Natürlich geht das, aber es ist zeitaufwändig und ein lästiges Prozedere. Wenn die einzelnen Bundesländer nach einer Lösung suchen würden, würden sie den Wechselkurs ihrer Währungen stabilisieren und vielleicht sogar dazu übergehen, eine gemeinsame Währung zu nutzen.

Dieses Beispiel lässt sich natürlich problemlos auf die Eurozone übertragen. In unserer heutigen eng vernetzten Welt sind die Länder in Europa immer mehr zusammengerückt. Es findet ein persönlicher, wirtschaftlicher und finanzieller Austausch statt. Die gemeinsame Währung verringert die Kosten des Austauschs deutlich und macht ihn richtige effizient.

Wenn man einander politisch vertraut, und das ist in der Eurozone der Fall, ist die gemeinsame Währung die logische Konsequenz. Der Euro lässt sich also nicht nur wirtschaftlich, rein ökonomisch begründen, sondern auch politisch. In einer europäischen Union, in der die einzelnen Länder auf wirtschaftlicher und finanzielle Ebene eng miteinander verflochten sind, ist eine gemeinsame Währung nur folgerichtig.

Wenn man seinen Nachbarn politisch nicht so recht vertraut, dann behält man, wie zum Beispiel die Dänen, seine eigene Währung. Glaubt man außerdem noch, dass man eigentlich ein Global Player ist und nicht nur in der europäischen Liga spielt, dann erhält man sich die Flexibilität des Wechselkurses, so wie es die Briten tun.

Verstößt man hingegen gegen die Regeln innerhalb der Währungsunion, ist man als Land verpflichtet, jede mögliche Anstrengung unternehmen, um seine Verpflichtungen wieder zu erfüllen, so wie das in Griechenland der Fall ist. Im Gegenzug kann man mit der Unterstützung der anderen Länder rechnen.

Warum wir an der Währungsunion festhalten sollen

Auch wenn bei dem Konstrukt EWU Fehler passiert sind, manche Dinge falsch berechnet wurden und jetzt nachgebessert werden müssen ist die Währungsunion alternativlos.
Es wurde zum Beispiel versäumt, der EZB, die sich in der Vergangenheit erfolgreich um die Geldwertstabilität bemüht hat, eine Institution zur Wahrung der fiskalpolitischen Disziplin zur Seite zu stellen. Leider konnte der Stabilitäts- und Wachstumspakt die Entstehung übermäßiger Defizite und in einigen Fällen einer die Solvenz des Staates bedrohenden Verschuldung nicht verhindern. Dieser Mangel muss beseitigt werden. Dazu braucht Europa entsprechende Institutionen, die die Fiskalpolitik kontrollieren und in Krisenfällen wie jetzt, dem betroffenen Land mit finanzieller Hilfe zur Seite stehen.

Noch ringen die Verantwortlichen darum, eine solche Institution zu schaffen und entwickeln Zwischenlösungen. Die Probleme, die dabei auftreten, sind nicht einfach, aber lösbar.
Die Ereignisse in jüngster Vergangenheit haben gezeigt, dass es wirklich naiv war, zu glauben, dass bei einer gemeinsamen Währung nicht füreinander gehaftet werden müsse.

Die EWU ist auch eine Haftungsgemeinschaft, aber solange sie ohne politische Union dasteht, ist sie nur eine „Gemeinschaft mit beschränkter Haftung“.

Der Umbau besteht also im Wesentlichen darin, die Haftungsbedingungen und -grenzen genau zu definieren. Die Kosten des Umbaus sind die Kosten der Bürgschaft, welche die Mitgliedsstaaten füreinander aussprechen. Diese Kosten sind in Euro nur schwer zu erfassen. Fest steht aber, dass sie geringer sind als die Kosten, die bei einem Auseinanderbrechen der EWU anfallen.

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